Newsletter 01/2025 – Mitochondrien

Willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters! In dieser Ausgabe widmen wir uns
einem Thema von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit: den Mitochondrien.
Diese kleinen, aber äußerst wichtigen Zellorganellen sind nicht nur für die Energieproduktion
verantwortlich, sondern spielen auch eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung
unserer Gesundheit, der Verhinderung von Krebserkrankungen und dem Schutz vor
neurodegenerativen Erkrankungen. Lassen Sie uns tiefer in die faszinierende Welt der
Mitochondrien eintauchen.


Die Funktion der Mitochondrien

Mitochondrien sind als „Kraftwerke der Zelle“ bekannt, da sie Adenosintriphosphat (ATP)
produzieren, die Hauptenergiewährung unserer Zellen. Diese Energie ist unerlässlich für
zahlreiche zelluläre Prozesse, einschließlich Zellteilung, Bewegung und Stoffwechsel. Darüber
hinaus sind Mitochondrien an der Regulierung des Programmierten Zelltods (Apoptose)
beteiligt, einem Prozess, der wichtig ist, um beschädigte oder nicht mehr funktionierende
Zellen zu eliminieren (1).

Mitochondrien haben auch eine Rolle bei der Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies
(ROS), die, wenn sie in kontrollierten Mengen vorhanden sind, als Signalstoffe fungieren und
die zelluläre Anpassung fördern.

Die Bedeutung der Mitochondrien für Ihre Gesundheit

Krebserkrankungen

Die Dysfunktion von Mitochondrien wird zunehmend mit verschiedenen Krebserkrankungen
in Verbindung gebracht. Mitochondrien sind nicht nur für die Energieproduktion zuständig,
sondern auch für die Regulation des Zellzyklus und die Apoptose. Wenn diese Funktionen
beeinträchtigt sind, können Zellen unkontrolliert wachsen und sich teilen, was zur
Tumorbildung führt (2). In vielen Krebsarten zeigen Mitochondrien Veränderungen in ihrer
Struktur und Funktion, was auf eine mitochondrial bedingte Stoffwechselumstellung hinweist,
die als Warburg-Effekt bekannt ist. Dabei nutzen Krebszellen bevorzugt die Glykolyse zur
Energiegewinnung, selbst wenn ausreichender Sauerstoff vorhanden ist (3).

Neurodegenerative Erkrankungen

Mitochondriale Dysfunktionen sind auch ein wesentlicher Faktor bei neurodegenerativen
Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Huntington. Diese Erkrankungen sind durch
einen fortschreitenden Verlust von Nervenzellen gekennzeichnet, und Mitochondrien spielen
eine zentrale Rolle bei der neuronalen Energieversorgung (4). Studien zeigen, dass

mitochondriale Dysfunktionen zu einer verringerten ATP-Produktion und einer erhöhten
Produktion von ROS führen, was zu oxidativem Stress und neuronalen Schäden beiträgt (5).
Darüber hinaus ist die mitochondriale DNA anfällig für Mutationen, die die Funktion der
Mitochondrien weiter beeinträchtigen können, was zu einem Teufelskreis von Zellschäden
und Entzündungsreaktionen führt (6).

Faktoren, die die Mitochondrienfunktion beeinträchtigen

Die Funktion der Mitochondrien kann durch verschiedene Faktoren negativ beeinflusst
werden:

1. Ungesunde Lebensweise: Eine Ernährung mit hohem Zuckergehalt und gesättigten
Fetten kann ebenfalls die mitochondriale Gesundheit negativ beeinflussen. Auch ein
inaktiver Lebensstiel führt zu zahlreichen ungünstigen Veränderungen.

2. Chronischer Stress und Schlafmangel: Diese Faktoren führen zu einer erhöhten
Produktion von Cortisol, was wiederum die mitochondriale Funktion beeinträchtigen
kann (9).

3. Ionisierende Strahlung: Strahlung, die in medizinischen Verfahren wie
Röntgenaufnahmen verwendet wird, kann Schäden an der mitochondrialen DNA
verursachen (8).

4. Umweltgifte: Schwermetalle (wie Blei und Quecksilber), Pestizide und andere toxische
Substanzen sind bekannt dafür, oxidative Schäden zu verursachen, die die
Mitochondrien beeinträchtigen (7).

Optimierung der Mitochondrienfunktion

Um die Funktion der Mitochondrien zu optimieren und ihre Rolle in der
Gesundheitsprävention zu unterstützen, können folgende Strategien verfolgt werden:

1. Regelmäßiges Training: Ausdauertraining fördert die Produktion von Mitochondrien
und verbessert deren Funktion. Besonders effektiv sind moderate Intensitäten (Zone2),
die die Mitochondrienmasse erhöhen und die Effizienz der Energieproduktion steigern
(10)

2. Kälteexposition: Studien zeigen, dass Kälteexposition die mitochondriale Funktion
durch die Aktivierung thermogener Proteine verbessert. Diese Proteine fördern die
Umwandlung von Energie in Wärme und helfen, die Mitochondrien zu regenerieren
(11).

3. Gesunde Ernährung: Eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, kann helfen,
oxidativen Stress zu reduzieren. Lebensmittel wie Beeren, grünes Blattgemüse, Nüsse
und fettreicher Fisch sind hervorragende Quellen für Nährstoffe, die die
mitochondriale Gesundheit unterstützen (12).

4. Nahrungsergänzungsmittel: Coenzym Q10 und Kreatin sind zwei
Nahrungsergänzungsmittel, die potenziell die mitochondriale Funktion unterstützen
können. Coenzym Q10 spielt eine zentrale Rolle in der ATP-Produktion, während
Kreatin hilft, ATP schnell wiederherzustellen und oxidativen Stress zu reduzieren (13,
14).

Fazit

Mitochondrien sind unverzichtbare Akteure in der Aufrechterhaltung unserer Gesundheit
und Leistungsfähigkeit. Ihre Rolle in der Energieproduktion, der Zellregulation und dem
Schutz vor Krankheiten macht sie zu einem zentralen Thema in der medizinischen
Forschung. Dysfunktionen in diesen Organellen sind mit schwerwiegenden Erkrankungen wie
Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen verbunden. Daher ist es von entscheidender
Bedeutung, die Gesundheit unserer Mitochondrien zu fördern, um langfristig ein gesundes
und aktives Leben zu führen.

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen wertvolle Einblicke in die Wichtigkeit der
Mitochondrienfunktion gegeben hat. Achten Sie auf Ihre Mitochondrien – sie sind die
unsichtbaren Helden in Ihrem Körper!


Quellen:

1. Wallace, D. C. (2012). Mitochondrial DNA damage and aging. Nature Genetics.
2. Warburg, O. (1956). On respiratory impairment in cancer cells. Science.
3. Eberhart, C.G., et al. (2000). The role of mitochondria in cancer. Nature Reviews Cancer.
4. Green, D.R., & Kroemer, G. (2013). Cytoplasmic functions of the tumour suppressor p53. Nature Reviews

Molecular Cell Biology.
5. A. D. B. et al. (2014). Mitochondrial dysfunction in neurodegenerative diseases. Nature Reviews Neuroscience.
6. T. S. et al. (2018). The role of mitochondrial DNA in the pathogenesis of neurodegenerative diseases. Frontiers in

Genetics.
7. G. P. et al. (2017). Environmental toxins and mitochondrial dysfunction: Implications for human

health. Environmental Health Perspectives.
8. Brenner, D.J., & Hall, E.J. (2007). Computed Tomography – An Increasing Source of Radiation Exposure. New

England Journal of Medicine.
9. Leproult, R., & Van Cauter, E. (2011). Role of sleep duration in the regulation of glucose metabolism and

appetite. Diabetes Care.
10. Coyle, E. F., et al. (1991). Carbohydrate feeding during prolonged exercise improves performance. Journal of

Applied Physiology.
11. G. M. et al. (2010). Cold exposure induces mitochondrial biogenesis in human skeletal muscle. Journal of Applied

Physiology.
12. A. M. et al. (2014). Nutritional approaches to mitochondrial function in aging. Aging Cell.
13. M. A. et al. (2013). Coenzyme Q10: a review of its potential use in mitochondrial dysfunction. Journal of Clinical

Medicine.
14. K. S. et al. (2017). The role of creatine in the prevention of mitochondrial dysfunction. Frontiers in Physiology.

Hinweis: Dieser Newsletter bietet Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage und ersetzt
keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Bedenken konsultieren Sie bitte einen
Fachmann.